juillet 17, 2005

Geländepraktikum 2005

Die folgenden Bilder stammen aus einem physiogeographischen Geländepraktikum, welches ich im Juli 2005 im Hotzenwald (D) absolvierte. Ziel war es, eine geomorphologische Karte sowie eine Bodenkarte zu erstellen und schliesslich verschiedene Geoökotope zu bezeichnen. Obwohl in der Woche so ziemlich alles schief ging, was schiefgehen konnte, ist die Arbeit am Schluss doch noch ganz ordentlich geworden... wer sich also schon immer fragte, was ich im Studium eigentlich so treibe, voilà:

Niedermoorgley im Hotzenwald. Die wasserundurchlässigen Sandstein-Verwitterungsdecken verhindern, dass das Wasser tiefer in den Untergrund eindringen kann. Der Gley zeigt einen Gr und einen Gor-Horizont, darüber liegt der torfige nH-Horizont. Das gesamte Niedermoorgley-Gebiet war vor wenigen Jahrzehnten aufgeforstet worden, ist mittlerweile aber wieder offen, da die auf diesem Boden gepflanzten Fichten dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen sind.





Auf dem Niedermoorgleystandort steht kaum noch ein Baum. Der Borkenkäfer hat in dem aufgeforsteten Gebiet schwere Schäden angerichtet. Auf dem nassen Boden waren die Bäume offenbar weniger widerstandsfähig als auf den Braunerdestandorten der Umgebung.




Dieser Gley hielt eine Überraschung bereit. In rund 30 cm Tiefe befindet sich ein fossiler Niedermoorgley. Der eingeschlossene Torf (fnH-Horizont) entwickelte einen starken schwefligen Geruch. Nachfragen ergaben, dass der unmittelbar neben der Grube fliessende Bach in den fünfziger oder sechziger Jahren ausgehoben und das Material in der Umgebung verteilt worden war.




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Unsere erste Bodengrube: Die rostrote Färbung des Bv-Horizontes und die wegen der Wurzelgänge ungleichmässige Verteilung des humosen Materials aus dem Ah-Horizont sorgten dafür, dass die mit dem Pürckhauer-Bohrstock genommenen Proben schwer zu deuten waren. Der Cv-Horizont besteht hier aus Sandsteinplatten, darüber liegt sandig-lehmiges Material, zu oberst eine für Nadelwald typische Auflage.

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