juillet 18, 2006

Saleina

Die Urlandschaft desTales von Saleina

Durch einen schmalen, abschüssigen Pass gelangt man vom weiten Plateau du Trient, auf dem sich an sonnigen Tagen unzählige Seilschaften auf der Suche nach Gipfelglück und Bergsteigerträumen tummeln, in das einsame Hochtal von Saleina. Es ist eine trostlose und doch erhabene Szenerie, die sich hier bietet. Von den mächtigen Bergen ringsum fliessen zerschrundene Gletscher ins Tal, Schneefelder und blaue Schmelzwasserseen liegen zwischen Geröllfeldern, auf denen mächtige Granitblöcke kreuz und quer durcheinander liegen.

Eine tiefe Stille herrscht in dieser leblosen Urlandschaft, in der ein paar dunkle Flecken auf dem grobkörnigen Granit das einzige sichtbare Leben sind. Nur ab und zu donnert eine mächtige Eislawine aus den Wänden der Aiguille d'Argentière oder der Grande Lui und zerreisst das Schweigen der Berge. So muss die Welt gewesen sein, bevor das erste Leben aus den Meeren kroch - kalt, abweisend, tot, ein Reich der Riesen, das noch nichts von seinen Göttern wusste...

Mittendrin bietet sich uns eine kleine Oase des Menschseins. Das Bivouac Envers des Dorées ist ein Bijoux, ein kleine, unbewartete Hütte, die eine Gelegenheit zum Kochen und Schlafen bietet - und einen kühlen Keller, in dem einige herrliche Flaschen Weisswein lagern...


Abendämmerung über dem Tal von Saleina

Blick aus dem wohl schönsten Abort Europas

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