août 28, 2006

Babia Góra


Diablak, "Teufelsberg", nennen die Polen den 1725 Hautpipfel der Babia Góra. Gegen Süden ziehen sich ehemalige Schafweiden sanft gegen das Tiefland der Morawa hin, im Norden fallen die Wände eines eiszeitlichen Kars schroff ab. Hier finden sich Wälder, die vom Menschen noch kaum berührt worden sind. Im Rahmen des Schutzplans werden sie nun wieder ganz sich selbst überlassen. Wir erhalten die Gelegenheit, eines der Totalreservate zu betreten und einen Einblick in den Bergurwald zu erhalten.



Ab etwa 1300 Metern geht der düstere Nadelwald in ein undurchdringliches Dickicht aus Legföhren über. Der Gipfel des Diablak liegt bereits weit in der alpinen Zone, wo nur noch Gräser und Sträucher wachsen. Im Winter liegt hier oft nur wenig Schnee, da die ständigen Winde den Gratrücken blank fegen. Nur kleine Pflanzen überleben die extremen Temperaturen - die anderen fallen der Frosttrocknis zum Opfer. Zwar ist die Babia Góra nur ein Mittelgebirge. Doch das rauhe kontinentale Klima Polens drückt die Waldgrenze nach unten und verleiht den weiten Höhenzügen Hochgebirgscharakter.

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