août 28, 2006

Berlin

Hippes Berlin

Nach einer Woche im verlassenen Bieszczady und zwei Tagen um gemütlichen und lebenslustigen Krakau ist Berlin schon fast ein Schock. Die Stadt, welche im vor zehn Jahren zum letzten Mal als eine etwas verlorene Provinzmetropole erlebt habe, die an ihrer eigenen Geschichte zu ersticken drohte, strahlt heute eine unglaubliche Modernität aus. Wir können nicht anders: Statt Wurst essen wir am neuen Hauptbahnhof Sushi. Im Kiosk liegen Zeitungen aus aller Welt, die Züge fahren nach Wladiwostock, Malmö und Zürich. Man ist gut und teuer gekleidet - und immer im Stress. Dort, wo wir vor zehn Jahren Dosenbier getrunken haben, sitzt heute die Regierung des mächtigsten europäischen Landes in futuristischen Monumenten aus Glas und Stahlbeton. Wir sind definitiv zurück im Westen. Als ich mir schliesslich doch noch eine Curry-Wurst gönne, kommt mir das irgendwie unpassend vor...

2 commentaires:

T.M. a dit…

Currywurst in Berlin???

Der Wilderer a dit…

Nicht? Ich kenns nur von dort. Und von Hamburg natürlich. Aber ich bin auch ein absoluter Ignorant, was deutsche Snack-Kultur angeht ; )