août 28, 2006

Kraków

Jeanette, Jana und Kristina beim polnischen Bier

Zurück in Kraków erwartet uns eine andere Welt. Die einstige Hauptstadt des polnischen Königreichs scheint unendlich weit von den einsamen Landschaften des Ostens entfernt zu sein. Hier herrscht eine urbane Lebensfreude, wie man sie aus Mitteleuropa kennt. Auch wenn die Backsteinarchitektur bereits die Nähe des Nordens ankündigt, fühlt man sich in den Bars, Jazzkellern und Restaurants der Stadt als wäre man in Prag, Wien oder Mailand. Das Erbe der habsburgischen Monarchie, die in Kleinpolen als eine goldene Epoche der Toleranz und des Wohlstandes in Erinnerung geblieben ist, scheint noch präsent. Nirgendwo ist das deutlicher als in der polnischen Küche: Panierte Schnitzel, Schweinebraten mit Pflaumen, weich gekochtes Sauerkraut, Pierogen, hervorragendes Bier und Schmalzbrote zum Apéritif verraten die Nähe zur böhmisch-österreichischen Esskultur. Neben kaiserlich-königlichem Charme und gutbürgerlicher Küche hat Kraków aber auch Modernes zu bieten: In einem stimmungsvollen Altstadtkeller geniessen wir erstklassigen Jazz, und den letzten Abend beenden wir in einem heruntergekommenen Club, nass geschwitzt und ausser Atem auf einem engen Danceflooor, durch das Gewummer und Geschepper wilder Drum'n'Bass-Rhythmen taumelnd...


Backsteinarchiterkur in Krakau


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