août 28, 2006

Orawa


Zwischen Tatra und Babia Góra liegt die bäuerliche Landschaft Orawa. Zu Beginn der Neuzeit wurde sie von nomadischen Schäfern aus der Wallachei besiedelt, welche sich mit den ansässigen Slawen vermischten und so eine ganz eigene regionale Kultur prägten. Die Kommunisten hatten mit den Leuten von Orawa ihre liebe Mühe. Als hartnäckiges Bergvolk hielten sie an ihren kleinbäuerlichen Traditionen fest und widerstanden der Kollektivierung des Bodens. Heute ist die Orawa ein Randgebiet. Arbeiter von hier werden in der ganzen Welt wegen ihres Fleisses geschätzt. Zurück bleiben Dörfer ohne Männer, in denen es nur noch Kinder, Alte und Frauen gibt. Dennoch glaubt man hier immer noch an eine Zukunft. Wer die wilde, polyphone Tanzmusik der Gegend hört, mag daran nicht zweifeln: Noch immer geht von der Kultur und Landschaft eine ungeheure Lebenskraft aus, die hoffentlich auch den Herausforderungen der globalisierten Märkte standhalten wird.

Ernte in der Orawa

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