octobre 21, 2006

Hogant


Wie eine mächtiges Kliff erhebt sich der 2188 m hohe Hogant über die Hügel und Chrächen des Emmentals. Der Blick reicht weit hinaus über das Nebelmeer zu den Ketten von Jura und Schwarzwald. Im Süden ragen die weiss gleissenden Gipfel der Berner Hochalpen in den stahlblauen Himmel. Selten ist eine Tour in den Voralpen schöner als jetzt, im Herbst, wenn unten im Tal alles kalt und grau ist, während oben auf den grasigen Gipfeln die Sonne wärmend ins Gesicht scheint. An braungebrannten Holzhütten und knorrigen Arven vorbei führte mich ein ausgetretener Pfad durch Moore, Karrenfelder und urwüchsige Wälder hinauf zu den senkrechten Felsabbrüchen des Furggengütschs. Über einen ausgesetzten Wanderweg ging es schliesslich auf das ebene Gipfelplateau, wo ein Heer von Steinmännern an eine alte heidnische Kultstätte erinnert.


Da sitze ich nun, mit einem Cognac in der Hand, und schaue in die Runde. Alle sind da. Die mächtigen Eisgebirge, die mich im Sommer lockten, die düsteren Gipfel über der heimatlichen Alp, die Berge des Gadmertals, an deren Fuss ich manchen schönen Kindheitstag erlebte, die Voralpen, durch die wir schon bald wieder mit Schneeschuhen und Skiern streifen werden, und weit draussen der Jura, wo mein neues Zuhause steht...

2 commentaires:

Anonyme a dit…

Habe mich erst kürzlich auf dem Augstmatthorn von einem langen und ereignisreichen Bergsommer verabschiedet. Schon warf die tiefstehende Sonne lange Schlagschatten über den Brienzergrat, als ich einen letzten Blick zurück auf die vertrauten Berge warf und mich dann auf den Weg ins Unterland machte. ...einmal mehr!

Leise auf noch viele mehr oder weniger sonnige Tage am Berg hoffend! Dr Att

Der Wilderer a dit…

därren chemen ra no mee - wen eppis sichers ischd, den das!