novembre 11, 2006

Im Wätterlufd


Äs ischd an enem chaalte Tag ingäänds Wintermaanet gsiin, d Strewwi apha und Bäimm läärr, der Winter in Bäärgen und ds Chrüüd abgetzds. Us en Mattenhäiffen häi d Wiiber und d Chind die leschte Rrääbi und Runggli häitaan.

Obenhar ischd der Wätterlufd ggangen. Äs hed toossed; d Tanni häi si gchrimpd, und d Telden häi ggiigampfed. Schneerüoti sii chun; äi Stöipeten hed die ander gjagd; i Churzem hed s ubergrääwwts ghäben.

Um ds Doorf um ischd no alls stills gsiin; nummen hie und daa ischd e Schneefläige chu z fäiserlen.

Mier Büoben häin däm züogseen. "Wie das tüod!", hed äina gsäid. Und Peetsch hed ggmäind: "Das siin Gäischter. Das prichted ds Groosi geng. Si chemen im Wind und tien esoo brielen und chittellen in Bäimmen und wellte sa zerschriissen."

MELCHIOR SOODER. Zelleni us em Haslital.

4 commentaires:

mona a dit…

Ich verstehe hier auch kaum ein Wort (aber ich geb' mir Mühe :-))... danke für deinen Eintrag bei mir und damit auch für den Hinweis auf dein Blog hier. An eindrucksvollen Bildern hast du ja auch einiges hier auf Lager. Wunderschöne Landschaften! Ich werde sicher regelmäßig reinschauen, was es Neues gibt.
Das Bild bei mir, das du gesehen hattest, ist vom letzten Urlaub in meiner Heimat auf den Hebriden Anfang Oktober, und wir machen sowieso noch ein eigenes Fotoblog dafür, inkl. deutschsprachiger Kommentare :-)
Alles Gute,
Mona

Anonyme a dit…

Ja den willkomm. Diis Blog hätt' I i schoon lenger gläsen, wen I eppis dervun verstüondi ; )

På tysk: Herzlichst willkommen im kleinen Kreise der LeserInnen. Dein Blog verfolg ich schon lange, nur leider ohne Erfolg (wenn ich bloss ein freies Jahr hätte, um all die Sprachen zu lernen....)

Anonyme a dit…

Es bewahrheitet sich: sprechen ist viel leichter als lesen :)

Der Wilderer a dit…

Bei d e m Dialekt ist wohl alles schwierig ; )

Obwohl Hegel ja der Meinung war, er sei weitaus verständlicher als Berndeutsch:

"Ein Deutscher, der in andern Teilen der Schweiz die grösste Mühe hat, die Sprache der Leute zu verstehen und sich ihnen verständlich zu machen, findet hier für beides viel weniger Mühe. Besonders wird er sich wundern, die Endungen der Zeitwörter: en so deutlich aussprechen zu hören. Er wird freilich noch immer manche Worte hören, die ihm fremd sind, aber die ihm verständlicher sein werden, je mehr Kenntnis der alten Deutschen Sprache er besitzt."