décembre 17, 2006

ces sapins rouges...

So kann es einem gehen. Ein Fest mit polnischem Wodka, Erinnerungen, Lachen und leiser Melancholie, Einschlafen im Zug, und irgendwo in einer fremden Stadt aufwachen, mitten in der Nacht, im tiefsten Winter. Der Boden vor dem menschenleeren Bahnhof knistert vom Frost, ein klarer Himmel saugt die Wärme von der Erde weg, hinaus ins Leere. Ein paar Tannenbäume blinken rot, grün und blau in die Kälte - sie sind aus Plastik und elektrifiziert. Und ringsum Mauern und Häuser, Wohnungen ohne Licht, mit schlafenden Menschen darin, die in einer anderen Sprache träumen.

Ich habe Glück. Ich habe Geld. Schon bald kommt mein Taxi, ein freundlicher Student fährt mich nach Hause, zurück in ein anderes Tal mit einer anderen Sprache, in eine Wohnung, in die ich vor ein paar Jahren mein Bett und meinen Tisch gestellt habe, weil sie gerade frei und billig war. Was wäre gewesen, ohne Geld und Mobilfunk? Wie kalt muss es sein, wenn man vor Mauern wartet, hinter denen es warm wäre? Wenn du zitterst und die Hände reibst, wenige Meter neben einer hell erleuchteten Eingangstür aus Glas, die sich für dich nicht öffnen will? Als ich an jenem Abend langsam zu meiner Haustür schreite und einen Blick in den Himmel werfe, kommt mir auf einmal die biblische Weihnachtsgeschichte in den Sinn, doch noch, nach all den Jahren....

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