décembre 13, 2006

Unheimliche Nächte

Dezember - bis vor wenigen Jahrzehnten war dies eine unheimliche Zeit. Ohne Strom und Zentralheizung waren die Nächte lang, kalt und finster. Während die Familie Abends am Ofen beisammen sass, ging draussen in den Wäldern unbegreifliches vor sich. Sagen erzählen vom Nachtvolk, von geisterhaften Reitern und seltsamen Tieren, draussen in den Wäldern uf der Fieri waren. Nur die Nachtbuben, getrieben von wildem Übermut und Liebestollheit, wagten sich in die unheimlichen Winternächte hinaus, und ihr kühnes Jauchzen widerhallte gespenstisch von den Felswänden.

Heute ist die unheimliche Winterzeit zum Advent geworden, leuchtende Rentiere, Sterne und Weihnachtsmänner aus Plastik überblenden die Sterne, Schlagermusik und Jingle-Gebimmel übertönt die Stille. Doch wer hinausgeht, in die Wälder, die Berge, findet sich auch heute noch unvermittelt in einer anderen, alten Welt wieder - und wird es umso mehr geniessen, im Warmen und Sicheren ein kräftiges Weihnachtsbier zu trinken. Und vielleicht eine der alten Sagen vom Nachtvolk, den Bootzen oder einer gespenstischen Fuchsjagd zu erzählen...

Aucun commentaire: