janvier 15, 2007

Schönwüst...

Silvesterklausen in Urnäsch. Bild: Hagezusr.

Für einen Moment hatte ich mir überlegt, hinzugehen. Die Arbeit hat mich zu Hause bleiben lassen. Nun sehe ich die Bilder bei Hanspeter und bin gruwwen: Am Wochenende feierten die Appenzeller ihren Alten Silvester.

Das Chlausen im Appenzellerland ist einer der schönsten Mittwinterbräuche der Schweiz. Während das Innerschweizer Klausjagen von einem kraftvollen Stürmen und Drängen getrieben wird und über dem Ubersitz ein grimmiger, heiliger Ernst liegt, ist das Treiben der Schönen, Wüsten und Schönwüsten von einem feinen Zauber erfüllt. Zum Lärmen der Rolle und Schelle treten die entrückenden Melodien der Zäuerli, mit denen die Schuppel den Bauern Glück ins Haus bringen, neben furchterregenden Gestalten sind auch wunderschöne, kunstvolle Verkleidungen zu sehen.

Wer, wie ich, nicht dabei war und dennoch etwas von der Magie des Chlausens atmen möchte, lese Hanspeters wunderbaren Bericht oder schaue sich die phantastische Photogalerie von Corinne und Daniel Brugger an. Wärmstens zu empfehlen ist auch Cyril Schläpfers CD "Am alte Silveschter z' Urnäsch" sowie dessen Film Urmusig, in dem der Zauber dieses heidnischen Brauchs aus alemannischen Zeiten meisterhaft eingefangen wurde und den man einfach haben muss.

3 commentaires:

Hagezusr a dit…

Wunderbare Bilder auf dem Link, professionell. Und Cyrill Schläpfer, das Urgestein, wie konnte ich vergessen!

Ich habe vor, das Silvesterchlausen nocheinmal zu erleben, muss nicht der alte Silvester sein und auch nicht unbedingt Urnäsch, mal sehen.

Tschingelfälder a dit…

Geng we si afän (z)hauren, niischeds mi bis schier! ......Lengiziiti vilicht? .....geng no, na all dänen Jahren? .....geng no nid (umhi) di Heimmen? ......Lengiziiti vilicht o na änäre Wäld, was äso halt schon lang nimma gid!

Vilicht aber o nummen ä chlin mieda, na änem lengen, tärren, nidwärdigen Winter!

...old aber eppa hibschli Ziit fir näs Gaffe!

Der Wilderer a dit…

Schwarz Edelwiiss....

Was vun där Wäld bliibd, siin Zelleni, vlichd der eint old ander Jüütz. Und es Lengiziiti, waa nimma weis, wahin 's eim wellti schriissen... Zrugg, old gengen wiiter furt?