juin 13, 2007

Blue Banana

Ja, man ist wieder unterwegs. Mein Büro: Ein iBook, ein Natel und ein zernagter Kugelschreiber in irgend einem WLAN-Café. Der ICE meine U-Bahn. Basel, Zürich und Bern nur noch Metrostationen in der 8-Mio-Metropole Schweiz. Mein Mädchen seh ich nur noch schlafend. Und da hat dieser Che-Verschnitt den Nerv, mich auszulachen, als ich ihm Abends um halb Elf erkläre, dass ich noch 100 km vor mir habe und bitte endlich zahlen will. In Deutschland fahren sie eben mal 400 km, um abends einen Freund zu treffen. In Paris dauert ein Arbeitsweg ruhig mal 2.5 Stunden (eine mehr, und man wäre in Basel). Vielleicht liegen die abgeschottetsten Communities der Schweiz doch in Downtown Switzerland, wo man schon immer das Gefühl hatte, all die Pässe und Grenzen seien sooo weit weg. Willkommen in der Blue Banana, Herr Urbanist. Wir Bergler sind da schon lange daheim.

2 commentaires:

T.M. a dit…

Man wird irgendwann bemerken, dass diese Mobilität eine nicht nur kostenintensive, sondern vor allem zeitraubende Angelegenheit ist. Ich ziehe es vor, die wesentlichen Punkte meines Alltags zu fuss erreichen zu können, ganz wie ein Dinosaurier.

Der Wilderer a dit…

Ich wär ja auch gern Dinosaurier. Aber äben, was wil ma... wir peripher geborenen sind zur Mobilität verdammt, das war schon immer so...