août 07, 2007

Vom Engadin in den Nordatlantik

Am Bohrloch auf der Eiskappe des Piz Corvatsch.

Draussen regnet es, in der Kanne zieht ein warmer Tee vor sich hin, und ich sitze nach vier Wochen erstmals wieder an meinem Schreibtisch. Es war eine verrückte Zeit: Erst Feldarbeit auf über 25000 m im Engadin, mit High-Tech-Material auf dem Blockgletscher und gemütlichen Rotweinabenden mit Blick auf den Piz Palü, dann gleich der Flug in Islands Westfjorde, eine der menschenleersten und verlassensten Gegenden Europas, 250 Kilometer von Grönland. Zurück ins verrückte Reykjavík, wo sich in Bars Anarchisten, deprimierte Rocker, ausgewanderte Polen und gestrandete US-Touristen mit 10-Dollar-Pints ruinieren, wieder hinaus in die Gletscherwelt von Skaftafell, wo wir bei strahlenden Sonnenschein den höchsten Punkt der mächtigen Eiskappe des Vatnjakökulls bestiegen. Nach einer weiteren ungesunden Nacht in 101 und dem üblichen, nur mit saubilligem und saugutem deutschem Bier kurierbaren Kulturschock in Frankfurt sind wir nun wieder zurück im Normalzustand. Die Bilder folgen in den nächsten Tagen - schön verteilt und eins nach dem andern....

Reykjavík um Mitternacht



SIGUR R´OS. Glósóli.

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