novembre 25, 2007

Bei Met und Kerzenschein...

Im Eulachtal hat Mitte November bereits der Winter Einzug gehalten. Eine feine weisse Schicht von frischem Schnee liegt über der Hügellandschaft, es herrscht klirrender Frost. Hier, nur wenige Kilometer vom pulsierenden Gross-Zürich entfernt, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Rauch steigt aus den einsamen Fachwerkhäusern auf, in einer alten Mühle wird Metzgete aufgetischt. In der Abenddämmerung stapfen wir schwer bepackt den Winterwald hinauf - oben auf der Sommerweide erwartet man uns in einem alten Bauernhaus.

Es wird ein uriges Fest nach alter Alemannenart, hier oben, wo das Holz für den Herd noch selbst gehackt werden muss und die Kälte immer wieder durch die Ritzen in die Stube kriecht. Warm ist uns dennoch. In der holzgetäferten Bauernstube stehen Kerzen, zwei Fass selbstgebrautes Bier, Wein vom Bielersee und Schnaps aus der Innerschweiz. Es gibt Schwiinigesvom Feuer, Eintopf, Käse aus der Schweiz und dem fernen Skandinavien. Und irgendwann, mitten in der Nacht, als die Sterne tief im grimmig kalten Nachthimmel glitzern, beginnt ein Horn mit süssem Met zu kreisen. Als es irgendwann wieder Morgen wird, schläft noch keiner. Mit einem flauen Gefühl im Magen wird der letzten Kaffee zwäggmacht. Wir haben den Herbst gefeiert - jetzt kann es Winter werden.

©Bilder: Ernst F.

3 commentaires:

Wichtelmeister a dit…

So ein Cheli würde mich ja irgendwie mal interessieren...

Der Wilderer a dit…

Mach doch einfach am 28./29. frei und komm uns besuchen. Wirste sicher nicht so schnell vergessen ; )

Wichtelmeister a dit…

Ich dachte du wolltest aufhören zu Saufen? ;-)
Im Ernst, was feiert ihr denn da? Jul/Zwölften Gelage?