novembre 13, 2007

Wintermaan

Es ist still. So still, dass ich nur mich selber höre. Meinen Atem. Das Knarren des Schnees unter meinen Schritten. Den dumpfen Puls im Ohr. Ich bleibe kurz stehen. Schweiss rinnt über die Brust. Und plötzlich wird es kalt. Vor mir eine Alphütte. Die sonnenverbrannten Holzwände wirken wie verkohlt im grauen Winterlicht. Ich bin völlig allein. Hoch oben am Grat jagt der Wind Schneeruten in den bleiernen Himmel. Ich muss weiter. In den knietiefen Verwehungen kommt man nur langsam voran. Und in ein paar Stunden wird es Nacht....




Sie ist leer geworden, diese Landschaft, in der im Frühling alles grün und bunt von Blumen ist. Wo den Sommer über das Bimmeln der Kuhglocken und das Lachen der Wanderer vergessen macht, dass der Schnee hier manchmal neun Monate liegen bleibt. Nun ist es wieder soweit. Der Winter ist eingebrochen. Und mit ihm die dunkle Zeit: Es dämmert schon, als ich völlig erschöpft das Tal erreiche. In der Gaststube warmes Simmentaler Deutsch, Stumpenrauch, der Klang von Biergläsern auf gebeiztem Holz. Man macht es sich gemütlich. Hoch oben, in den leeren, kalten Alphütten, hausen nun Andere...

1 commentaire:

kopffueßelnde a dit…

schöne weihnachten!