décembre 28, 2007

Nacht, Kälte, Natur

Ein unheimliches Lärmen hallt in diesen Nächten von den Felswänden des Haslitals. Es ist der schwere Rythmus der Triichler, die zwischen Weihnacht und Neujahr zu Hunderten durch den alten Landsgemeindeort Meiringen ziehen. Die Ursprünge des archaischen Brauchtums verlieren sich im Dunkel der Vergangenheit. Schon vor Jahrtausenden zogen vermummte Krieger wütend durch die Winternächte, um in mystischer Einheit mit dem Heer der Toten gegen die Mächte der Finsternis anzulärmen. Die Hasler selbst schreiben den üüraalten, heidneschen Brüüch den mythischen Vorfahren zu, die vor Urzeiten aus dem Norden in das Alpental gezogen seien. Bis heute hat das Triichlen nichts von seiner mystischen Urgewalt eingebüsst. "Es hat ganz klar einen spirituellen Aspekt", sagt der Underbächler Triichelmajor Peter Flück in einem aktuellen Interview.

Heute Abend erreicht das stille Toben seinen Höhepunkt. Es ist Ubersitz. Zeit, sich warm anzuziehen und einmal mehr in die alte Heimat aufzubrechen. Nach Hause.

3 commentaires:

Wichtelmeister a dit…

Schade :-(

Der Wilderer a dit…

Gibt sicher mal noch Gelegenheit : )

Hoshi a dit…

Wirklich schade. Dafür hätte sich die Fahrt gelohnt, aber ich war ja am rumschwächeln.