février 14, 2008

Schneesturm

Am nächsten Tag ist vom Himmel nichts mehr zu sehen. Ein stürmischer Wind fegt um die Hütte, Schneeruten peitschen vom Dach hinaus in den Nebel. Wir gehen trotzdem los. Bereits auf dem Weg durch den Schwarzwald sinken wir beim Spuren tief ein. Der Wind hat den Schnee verblasen, auf den Dächern der verlassenen Alphütten haben sich mächtige Wehen gebildet. Weit kommen wir so nicht. Oben in den Steilhängen liegt tückischer Triebschnee über einer harten Kruste aus Eis, das sich tags zuvor an der Sonne gebildet hat. Eine gefährliche Situation, dennoch geben wir noch nicht auf, suchen eine möglichst flache Spur hinauf auf den Gipfel. Doch je mehr Höhe wir gewinnen, desto schlechter wird das Wetter. Der Wind bläst heftiger, und irgendwann packt uns der Nebel ein, nimmt jede Sicht. Höchste Zeit, aufzugeben und in sichereres Gelände zu gelangen.


Die ersten Meter sind kaum zu fahren. Die Sicht ist so schlecht, dass ich nicht mehr spüre, ob ich fahre oder stehe. Mir schwindlig. White out. Endlich pflügen wir, breitbeinig und unsicher bei jeder Kurve, wieder aus dem Nebel heraus. Der Rest der Abfahrt wird ein Riesenspass: Irgendwie kurven, purzeln und stapfen wir durch den grossen Schnee, bis wir irgendwann wieder in der Hütte ankommen. Heisser Tee. Und ein Bier. Es ist eben doch bei jedem Wetter schön. Und für ein paar Bilder reicht es immer....

©Harald S.

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