avril 21, 2008

Tenoren

Es ist spät abends, nach einem harten Tag an der Uni, als wir wieder einmal die Ski packen - Abend bedeutet nichts in Spitzbergen, wo die Sonne Ende April pausenlos scheint. Unser Ziel ist ein unscheinbarer Gipfel im Adventdalen. Kjersti hat ihn vor ein paar Tagen entdeckt, als wir bei arktischen Temperaturen ums Feuer sassen und in der Mitternachtssonne Steaks brieten und uns mit halbgefrorenes Bier zuprosteten. Inzwischen wissen wir sogar, wie er heisst: Tenoren.

Wir sind eine bunt zusammengewürfelte Truppe heute. Eine Norwegerin, ein Peruaner, ein Russe und ein Schweizer. Zwei Fjellskiläufer, ein Skialpinist und ein Anfänger, der zum ersten Mal auf Ski steht. Zusammen trotten wir durch das endlos breite Adventdalen. Dann beginnt der Aufstieg über die abgeblasenen Flanken des Helvetiafjells. Es wird eine phantastische Tour.



Wieder einmal bestätigt sich, dass die höchsten Berge nicht die schönsten sind. Der Blick vom Tenoren ist überwältigend: Unter uns zieht sich das weite Adventdalen hin, vor uns ragen die felsigen Flanken des Helvetiafjellets empor, am Horizont leuchten die verschneiten Gipfel des Nordenskjøldlands im Abendlicht. Was für ein Abend.....


Aucun commentaire: