juin 16, 2009

Rastlos


Es gab eine Zeit des Heimwehs. Lengi Ziiti, nach Heimat, nach den Welten der Kindheit, nach der Geborgenheit des schattigen Tals. Das Heimweh ging. Das Fernweh kam. Man sollte nicht zu weit weggehen vielleicht, denn es könnte sein, dass man nie mehr wirklich heim kommt. Da geht es uns Wissensnomaden wohl nicht anders als den Wilderern und Söldnern damals, als es noch richtige, echte Heimaten gab. Ein Stück Seele bleibt immer da draussen, und was einst warm und vertraut erschien, ist nur noch stickig und eng. Es sind die stürmischen Seelen, die bei Rán ruhen, unter kühlen Wellen, irgendwo in den Weiten des Nordmeers.

Ach – es wird ein langer Sommer heuer.

Bild: Blick auf die Berge Nordostgrønlands, aus dem Fenster einer Twin Otter, Sommer 2008.

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