décembre 02, 2009

Leaving Longyear




Ich habe Longyearbyen schon anders erlebt. Explodierend, nur noch Sonne und Schnee und Sonnenschein, mit nicht nur freudentrunkenen Touristen und Studenten ausser Rand und Band, im April,wenn die Mitternachtssonne am Himmel steht und sie in der Kroa die ersten Utepils servieren, bei -18° zwar, aber wer merkt das dann schon. Regnerisch und trübe im Sommer, die Snowscooter auf Holzpaletten parkiert, dazwischen Wollgras und Moos, und das Karls-Berger-Pub voll von Kreuzfahrttouristen auf "Landgang" in der Zollfreizone Svalbard. Jetzt, im November, ist es anders. Noch ein paar Stunden am Tag ist es hell, aber nicht mehr richtig: Ein melancholisches Blau liegt für kurze Zeit über den bereits eingeschneiten Bergen, in den Läden und Kneipen im Ort ist es ruhig. Sie freuten sich auf die dunkle Zeit, sagen die Einheimischen - das sind diejenigen, die an diesem Ort, an dem niemand geboren und niemand begraben wird, ein paar Jahre und nicht nur ein paar Monate verbringen - weil es dann ruhig werde, man unter sich sei. Noch ein paar dunkle Bier an der Bar in der Kroa, als einziger Gast, dann geht es zurück in die Schweiz. Die Arbeit geht weiter - im nächsten Januar. Es hat schon seine Richtigkeit, dass sie auf Svalbard im Herbst ein kleines Bluesfestival abhalten. Just blue...


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