décembre 18, 2009

Schwarzbubenland

Man muss nicht weit weg leben von Basel um tief in der Natur zu sein. Spätestens an der Klus, auf deren Kalkspornen die Ruine Thierstein an finstere Zeiten erinnert, ist man schon fast in der Wildnis. Ein kleines Dorf, ein Brunnen der Plätschert, eine Kirche, deren Glocken mit Getöse die Geister der Wälder vertreiben wollen und denen dies noch nicht richtig gelingen will. Ein paar Schritte braucht es, und schon steht man in einem steilen Wald, Weisstannen und Fichten an den Nordseiten, Föhren und Steineichen, wo es mehr Sonne gibt.

Im Sommer kann man hier auf den Felsköpfen in der Sonne liegen, die Hitze flimmern sehen und in der geschäftigen Ruhe des Waldes den grossen PAN vermuten. Im Winter aber kehrt hier der Norden ein. Wenn es im Dorf nach Rauch riecht und der Nordwestwind den Schnee von den Dächern weht, wird es oben auf den Grinden einsam. Und unheimlich. Schon auf dem Weg hinauf auf den Stürmen knarren die wenigen schlanken Föhren, die der letzte grosse Sturm übrig gelassen hat, oben fürchtet man fast, der Wind wehe einen über die Felswand hinweg ins Tal. Der Himmel fast schwarz, die Wälder weiss, das kleine Dorf Erschwil, tief unten, verloren. Hier im Wind auf einem Felsen zu sitzen und dem Sturm zu trotzen, während es langsam dunkel wird - das kann intensiver und abenteuerlicher sein, als manches, was man weit im Norden erlebt. Nur gut, weiss es keiner.

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