février 24, 2010

-40°C

Seerauch über dem Fjord.


Mit den milden Temperaturen, die Spitzbergen während der Polarnacht  heimgesucht hatten, ist es vorbei: Mit dem Tageslicht und den ersten Sonnenstrahlen ist auch die Kälte zurück. Fast -30°C wurden heute gemessen, durch den Wind sank die effektiv gefühlte Temperatur auf unter -40°C. Bei diesen Temperaturen wird selbst der gemächliche Gang zur Uni zur Expedition: Die Kälte dringt durch Daunenjacke und Handschuhe, auf den Wimpern bildet sich Frost, und selbst eine Zigarette zu rauchen ist schier unmöglich: Unten am Strand, wo der Wind mit voller Wucht vom Adventalen her auf das Meer hinaus bläst, friert mir tatsächlich der Filter ein.



Über dem Wasser des Fjords steigt dichter Seerauch auf, der Wind treibt trüben Eisschlamm vorbei, am Strand hat sich bereits ein Eisfuss gebildet. Die Svalbardianer freuen sich über die Kälte: Seit Wochen fürchtete man, dass die Fjorde entlang der wichtigen Scooterrouten nicht richtig zufrieren würden - ohne stabiles Eis sind viele der beliebten Tourenziele nicht erreichbar. 

Uns war es schon letzte Woche kalt genug: Beim Versuch, den Zugang zur Höhle im Rieperbreen freizuschaufeln, holte sich Doug beinahe eine neue Erfrierung. Bis zum Gletscherbett schafften wir es deshalb nicht, immerhin zeigte sich aber, dass die Höhle nach wie vor zugänglich ist. Schnee liegt immer noch wenig: Es ist zwar kalt, der Niederschlag bleibt  in dieser arktischen Wüste aber aus.


24.02.2010

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