mars 14, 2010

Durch ein stilles Tal...

Mit dem Licht kommt auch die Möglichkeit zurück, durch die verschneiten Weiten der Insel zu ziehen. Noch hält sich der Scooter-Verkehr, der im April seinen Höhepunkt erreicht, in Grenzen. Im Bolterdalen sind die Schneemobile seit dem ersten März sogar gänzlich untersagt. So führt uns der Weg zum Scott-Turner-Breen, wo wir die längste und tiefste komplett kartierte Gletscherhöhle Spitzbergens begehen wollen, durch eine stille, kalte arktische Landschaft. Als wir bei der nachgebauten Trapperstation am Ende der Strasse durch das Adventdalen verlassen, ist der Himmel noch blaugrau und bleich. Kurz ehe wir den Gletscher erreichen, stehen wir plötzlich in der Sonne. Es sind Tage wie diese, die die Lust wecken, irgendwann einmal viel länger und weiter durch diese frostige Einsamkeit zu ziehen - auf der anderen Seite des Fjords, wohin sich kaum ein Scooter verirrt und die Gletscher endlos riesig sind.




Für heute bleibt es bei einer phantastischen Expedition ans Bett des Gletschers. Als wir, durchnässt vom Sickerwasser zuunterst im subglazialen Kanal, zurück zur Strasse ziehen, ist es schon wieder fast dunkel. Der Schönheit der Landschaft tut dies keinen Abbruch - die langsam einbrechende Nacht hat ihren ganz eigenen Zauber. Am Ende mit dem Taxi zurück nach Longyearbyen zu fahren, ist trotz des grossartigen Tages unter dem Eis - fast schon enttäuschend.


14.03.2010

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