mars 12, 2010

Hundefutter

So etwas wie Tradition gibt es auf Spitzbergen nicht wirklich. Anders als in Grønland oder in den Einöden der kanadischen Arktis gibt es hier keine Kultur, die seit Jahrhunderten mit der harschen Natur lebt - die Siedlungen, die sich heute auf dem Archipel finden, sind alle nur ein paar Jahrzehnte alt und gehen auf den Kohleberggbau zurück, der bis heute betrieben wird. Wenn es so etwas wie eine "eingeborene Kultur" hier gibt, dann ist es wohl die Tradition der Trapper, die hier ein paar Jahrhunderte lang Eisbären, Robben und Füchse jagten. Einen Eindruck davon liefern die paar Robben, die an der zu touristischen Zwecken nachgebauten Trapperstation am Eingang zum Bolterdalen an einem Gestell aus Treibholz hängen: Auf diese Weise schützten die Trapper ihre Beute vor den Eisbären. Allerdings erst, seit die Jagd auf selbige verboten wurde: Zuvor wurde das Fleisch, das zumeist als Futter für die Schlittenhunde diente, gerne als Köder für die Bären verwendet - deren Pelze brachten weit mehr Geld ein als die Robbenfelle.


12.03.2010

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