juin 05, 2010

Bei den Eiderenten


Sólmánuðr nannten die Wikinger den Juni – Sonnenmonat. Ob sie mit ihrem Svalbarði, der «kalten Küste», tatsächlich das heutige Svalbard meinten, wissen wir nicht. Zutreffen würde der Name aber auch hier. Unten am Meer könnte man im Licht schier ertrinken. In den Fjorden nördlich von hier ist das Eis nun endgültig gebrochen, und ein starker Wind hat die Schollen an unseren Strand gespült. Bereits sind die ersten Paddler unterwegs, um sich einen Weg durch die kleinen Eisberge zu suchen, und die Eiderenten finden auf den Schollen sichere Ruheplätze. Wir machen einen kleinen Spaziergang dem Strand entlang – und können uns fast nicht sattsehen. Kaum zu glauben, dass hier noch vor wenigen Wochen grimmige Schneestürme durch das Dorf fuhren und man jeden Morgen vom Knattern der Snowscooter wach wurde...






Das Gewehr haben wir heute nicht dabei, und so führt uns unsere kleine Exkursion nur bis zur nahen Schlittenhundestation. Dort sind die Eiderenten eine eigentliche Touristenattraktion. Zwischen den Zwingern haben sie ihre Ruhe: Die heulenden Hunde halten den Polarfuchs fern. Die paar Quadratmeter direkt am Strassenrand sind wohl der grünste Ort in ganz Spitzbergen: Die Tundra ist regelrecht überdüngt vom Dreck der Wasservögel...




05.06.2010

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