août 12, 2010

Eisige Zauberwelt


Tief unter dem Gletscher sind die Höhlen einfach nur dunkel. Ohne aufwendige Beleuchtung gibt es dort kaum etwas zu sehen. Ganz anders die Höhlen am Rande des Gletschers, wo das Eis dünn genug ist, um noch etwas Tageslicht hindurch zu lassen. Hier leuchten die vom Wasser rund geschmolzenen Wände in einem zauberhaften, zarten Blau.


Jahr für Jahr frisst sich das Schmelzwasser hier tiefer in den Körper des Gletschers. Formen, wie man sie aus Kalkschluchten und Karsthöhlen kennt, entstehen hier innerhalb weniger Jahre. An den Formen des Eises und dem darin eingebetteten und angefrorenen Schutt erkennt man, wo das Wasser in den vergangenen Sommern geflossen ist. Es ist eine faszinierende Welt – und keine ungefährliche. Das dünne Eis sorgt zwar für phantastische Lichteffekte – allzu stabil ist es jedoch nicht.

Es ist Mitte August, und lange wird der Sommer nicht mehr dauern. Dann geht es wieder tiefer hinein in den Gletscher: Der schmale, schneebedeckte, durch den wir uns Winter hinunter ans Bett seilen, ist im Moment aper und eine breite, unheimliche Kluft:


12.08.2010

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