mars 12, 2012

Trübe Weiten




Manchmal ist man zur falschen Zeit am falschen Ort. Es ist viel zu warm im Glarnerland, der Schnee am morgen noch hart, bald schon knieverdrehend zäh und schwierig. Die Sonne bleibt hinter dem Hochnebel versteckt, die Abfahrt vom Sunnenhörnli ist nicht möglich – mächtige Risse haben sich in der Schneedecke aufgetan, sie ist zerschrunden wie ein Gletscher: Gleitschnee. So wird aus der Skitour eine Wanderung mit Ski – und das hat auch sein schönes. Hier oben, hoch über dem Tal verwandelt sich die Enge des Zigerschlitzes in eine eigenartige Weite. Der Hochnebel tut sein übriges dazu – wäre da nicht der Abschwung ins Tal, man könnte sich in einer norwegischen Vidda wähnen...




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