septembre 06, 2012

Die Welt im Tal


Ein paar Tage im Bündnerland, dort, wo es richtig bündnerisch ist: Romanisch, waldig, mit prächtigen Steinhäusern und pittoresken Gassen, in einem Dorf, in das man nur durch eine wilde Schlucht gelangt, umgeben von Wäldern und weiten, grasigen Hochflächen. Bergün. Man ist beruflich hier, für Bergabenteuer bleibt wenig Zeit. Dafür gibt es die eine oder andere geographische Exkursion, etwa ins Val Mulix, in dem der Bergsommer dem Ende zugeht. 





Das Gras wird langsam Gelb, noch weiden ein paar Kühe, Ziegen und Pferde im Tal. In der Mitte ein Bach, dahinter Blöcke und Tannen. Zwei Mädchen baden, reiten und liegen in der Sonne, sie machen hier Ferien, bei ihrem Grossvater, der aussieht wie ein urchiger Älpler, mit seinem weissen Bart und dem sonnengegerbten Gesicht. Die anderen Teilnehmer, Wissenschaftler aus Mexiko, Südafrika, Asarbeidschan, machen grosse Augen. Sie haben ein Schweizer Idyll gefunden. 

Umso grösser das Erstaunen, als der Alpöhi fliessend Englisch spricht und fast jede Stadt in Südafrika schon besucht hat. Er stammt wie seine Enkelkinder aus Deutschland, hat lange Jahre in Afrika gearbeitet, und sich diese Alp ausgesucht, um Ruhe und Natur zu finden. Nehme ich an.

Die Szene hat etwas Surreales. Auch diese einfache Alphütte zuhinterst im Val Mulix ist längst Teil einer globalisierten Welt.  






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