juillet 26, 2013

Wald und Wasser



Ein Sommer im Feld ist ein Sommer ohne Gipfel. Meine Moränen sind nicht da, wo die Gletscher heute sind. Sie liegen tiefer. Oft genug im Wald. Und so ist dieser Sommer eine Gelegenheit, eine andere Bergwelt zu erleben. Jene der Wälder und der wilden Wasser. Es sind Wälder, wie man sie sonst in den Weiten des Ostnordens findet, in Schweden, Russland, in Kanada. Ein halbes Jahr im Schnee, ein halbes Jahr an Sonne und Regen, regieren hier Tannen, Farne, Moos. Dazwischen stürzen sich mächtige Wasser ins Tal, graben sich in den Fels, daneben Erle und Eberesche. 

Man kann sich verirren hier. Einsame Seelein, Wurzelstöcke. Chaos in Windschlag und Lawinenzügen. Von den Gipfeln und den Firnen sieht man wenig. Man ist umhüllt vom schattigen Grün, fühlt sich fremd und doch geborgen. 

Die Wildnis der Alpen – sie liegt nicht auf den vielbegangenen Gipfeln und Graten. Sie ist hier, zwischen Alp und Matte, an steilen, schattigen Hängen, im Bäärgwald, in den Schluchten, an den Wasserfällen. 






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