août 18, 2013

Mit Hammer und Meissel

Bilder Æ. W.
Die Tage im Feld sind immer gleich. Aufstehen, hinaus. Rauchend auf einem Felsen stehen, die Landschaft lesen, Moränen ansprechen. Den Angriff planen wie ein Feldherr. Dann kämpft man sich durch Alpenrosen und Heidelbeeren, füllt sich die Schuhe in verborgenen Gräben mit Wasser, stolpert über Geröll, und steht dann vor dem einen Block. 



Und hämmert und hämmert. Schlägt und schlägt, bis der Fels nicht mehr ganz so taub tönt. Oder fängt von vorne wieder an. Man haut und flucht, will es irgendwann aufgeben und fast verzweifeln, schlägt aber weiter und weiter, bis plötzlich feine Steinsplitter auf dem Fels zu tanzen beginnen und der Kamerad eine leise Vibration unter der Handfläche spürt. Nun hat der Meissel gegriffen.




Ein Schlag noch, und noch einer, es knirscht, noch einer – und dann fährt der Stahl zwischen Quartz und Feldspat, der Fels bricht, und wird unter deinen Händen weich. 


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