octobre 26, 2013

Am Fall


Im Herbst beginnt der Fall zu kesseln. Ein seltsames metallisches Geräusch schlägt durch das Tal, ein Scheppern wie von Eisen. Dann ist der Vollechiejer unterwegs. Wenn die Alpen verlassen sind und die dürren Weiden auf den Winter warten. 

Noch ist vom Schnee nur wenig zu spüren. Die Sonne scheint warm, das Wasser glitzert silbrig im Licht. Ein Zelt, ein Feuer, ein paar gute Freunde. Und der Fall. 

Dort, in der Gischt und im ewigen Wind, ist nie Sommer und nie Winter. Tausend Tropfen sprühen, der Bach schäumt und tost als wäre er ein Ozean. Wir legen unsere Worte in die Ewigkeit, denken, an was war, was wird. Und was soll sein. Trinken schweres rotes Bier aus einem alten Horn. Auf die Ahnen. Auf die Freiheit. Auf dass wir immer einen Weg finden. 

Dann gibt es Lamm im Kohl. Geschichten, Lieder. Und eine kurze Nacht. Der Sommer ist gefeiert. Nun kann der Winter kommen.  


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