juin 28, 2014

Sunnwendnacht


Du hast die ganze Nacht gewacht. Ohne Lager – ausser einem kleinen Strandfeuer, zuletzt nur einem glossenden Treibholzstrunk, war da nichts. Du warst schwimmen, am Abend, im letzten Licht, um Mitternacht, unter dem Sternenhimmel. Nun ist es kalt, und die Augen fallen zu. Doch du merkst, der Himmel ist schon heller geworden. Ein seidiges Blau zieht von Westen auf. Dann das Rot. Wie Wollust fällt es über den See, das Wasser ist warm, vor dir schweigen die waldigen Berge und verbergen die Sonne, die ganz im Nordosten schon über den Erdrand lugt. Langsam kommt sie, es wird hell, die Vögel die zwitschern, und die Nacht löst sich langsam in den Morgen auf. 

Dann ist die Sonne da, mit ihr der Tag, das Grün und Gelb des hohen Sommers. Bald ist die Wärme zurück, es ist wie kurz vor Mittag und doch noch früh. Während man in der Stadt den ersten Kaffee nimmt, sind wir schon auf dem Weg zurück. Dankbar, die kürzeste Nacht durchwacht und erlebt zu haben.

...und dann noch dies:

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